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Etymologie (oder Etymogelei?):
Elchtest bereits seit knapp 2000 Jahren bekannt!

Hier die endgültige Erklärung, warum der Elchtest "Elch"-Test heißt. Mitnichten ist dies eine Erfindung schwedischer oder deutscher Automobiljournalisten. Diese haben das Wort lediglich technokratisch verklärt. Tatsächlich geht der Ursprung auf das alte Rom und einem seiner bekanntesten Vertreter, nämlich keinen geringeren als Julius Cäsar zurück. - Ich zitiere aus:

Gaius Iulius Caesar: De bello Gallico / Der Gallische Krieg (lateinisch / deutsch).
Übersetzt und herausgegeben v. Marielusie Deißmann.
Stuttgart: Reclam, 1980, 1991. 645 S.

Commentarii belli Gallici

Die Kommentarien über den Gallischen Krieg
(wahrscheinlich im Winter 52/51 v. Chr. veröffentlicht)

Liber sextus / Sechstes Buch (in obiger Ausgabe S. 340)

27 (1) Sunt item, quae appellantur alces. harum est consimilis capris figura et varietas pellium, sed magnitudine paulo antecedunt multilaeque sunt cornibus et crura sine nodis articulisque habent. (2) neque quietis causa procumbunt neque, si quo adflictae casu conciderunt, erigere sese aut sublevare possunt. (3) his sunt arbores pro cubilibus; ad eas se adplicant atque ita paulum modo reclinatae quietem capiunt. (4) quarum ex vestigiis cum est animadversum a venatoribus quo se recipere consuerint, omnes eo loco aut ab radicibus subruunt aut accidunt arbores, tantum ut summa species earum stantium relinquatur. (5) huc cum se consuetudine reclinaverunt, infirmas arbores pondere adfligunt atque una ipsae concidunt.

27 (1) Daneben gibt es Tiere, die Elche genannt werden. Sie sehen ähnlich aus wie Ziegen und haben auch ein buntes Fell. Sie sind jedoch etwas größer als Ziegen, haben stumpfe Hörner und Beine ohne Gelenkknöchel. (2) Sie legen sich zur Ruhe nicht nieder und können nicht wieder auf die Beine kommen oder sich wenigstens vom Boden erheben, wenn sie zufällig zu Fall kommen und stürzen. (3) Sie benutzen daher Bäume als Ruhestätten; daran lehnen sie sich und können so, etwas zur Seite geneigt, ausruhen. (4) Wenn Jäger aus ihren Spuren herausfinden, wohin sie sich gewöhnlich zur Ruhe zurückziehen, untergraben sie von den Wurzeln her alle Bäume an dieser Stelle oder schneiden sie nur so weit an, daß der Eindruck erhalten bleibt, als stünden die Bäume fest. (5) Wenn sich die Tiere nach ihrer Gewohnheit daran lehnen, bringen sie mit ihrem Gewicht die ihres Halts beraubten Bäume zu Fall und stürzen zusammen mit ihnen um.


Stefan Brix
sx@brix.de

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